Quellen und Danksagung
Woher die Zahlen, Modelle und Gestaltungsideen der Seiten stammen. Wie gerechnet und gezeichnet wurde, erklärt die Seite Methoden.
Daten
- Ionisierungsenergien (Seite Ionisierungsenergie): gerundete Literaturwerte in kJ/mol, zusammengestellt nach der Tabelle der Ionisierungsenergien der Elemente bei Wikipedia. Die dort genannten Primärquellen sind unter anderem das NIST und das CRC Handbook of Chemistry and Physics. Umrechnung: 1 eV je Atom entspricht 96,485 kJ/mol.
- Energiestufen und Spektrallinien (Seite Rutherford gegen das Spektrum): Wasserstoff nach En = 13,6 eV · (1 − 1/n²). Natrium, Strontium und Barium sind gerundete Literaturwerte, orientiert an der NIST Atomic Spectra Database. Sie wurden nicht Zeile für Zeile gegen die Datenbank geprüft. Die Flammenfarben und Molekülbanden sind qualitativ dargestellt.
- Geometrie der Teilchen (Seite Protonenübergang): O–H 0,96 Å und 104,5° (Wasser), H–Cl 1,27 Å, gerundet nach der NIST Computational Chemistry Comparison and Benchmark Database (CCCBDB); Oxonium-Ion O–H etwa 0,98 Å und H–O–H etwa 112° als gerundete Literaturwerte.
- Viskosität von Wasser (Seite Diffusion): 1,52 mPa·s bei 5 °C, 1,00 mPa·s bei 20 °C, 0,47 mPa·s bei 60 °C, gerundet nach J. Kestin, M. Sokolov, W. A. Wakeham, J. Phys. Chem. Ref. Data 7 (1978) 941, und dem CRC Handbook of Chemistry and Physics. Der Diffusionskoeffizient D = 5 · 10−10 m²/s bei 20 °C ist ein typischer Größenordnungswert für kleine Farbstoffteilchen in Wasser, kein Messwert für einen bestimmten Farbstoff.
Modelle und Methoden
- Atommodelle im Vergleich: Die Idee, dieselben Atommodelle nebeneinander zu zeigen, ist angeregt von der Simulation „Models of the Hydrogen Atom“ von PhET Interactive Simulations, University of Colorado Boulder (phet.colorado.edu), veröffentlicht unter CC BY 4.0. Der Code und alle Darstellungen auf diesen Seiten sind eigenständig geschrieben.
- Orbitale (Schrödinger-Modell): wasserstoffähnliche Radialfunktionen für 1s, 2s, 2p, 3s und 3p. Die wirksame Kernladung folgt den Slater-Regeln (J. C. Slater, 1930). Die Größen der Grenzflächen sind eine Näherung.
- Bohr und de Broglie: schematische Bilder nach den Modellen von N. Bohr (1913) und L. de Broglie (1924). Sie sind nicht maßstäblich.
- Protonenübergang: Teilchenbewegung als gedämpfte Zufallsbewegung mit festen Bindungslängen und Winkeln (Position-Based-Dynamics-Ansatz). Der Protonenübergang folgt einer Regel nach dem Grotthuss-Mechanismus, wie ihn N. Agmon beschreibt (Chem. Phys. Lett. 244 (1995) 456); die Zeitskala von etwa 1 bis 2 ps je Übergang ist dort entnommen.
- Ammoniak und Neutralisation: Geometrie von NH₃ (N–H 1,01 Å, H–N–H 107°) nach der NIST CCCBDB, NH₄⁺ als Tetraeder (109,5°). Basenkonstante KB(NH₃) = 1,8 · 10−5 mol/L (pKB = 4,75) als gerundeter Tabellenwert. Geschwindigkeitskonstante der Neutralisation H₃O⁺ + OH⁻ etwa 1,4 · 1011 L/(mol · s) nach M. Eigen und L. De Maeyer, Z. Elektrochem. 59 (1955) 986. Ionenradien Na⁺ 102 pm, Cl⁻ 181 pm nach R. D. Shannon, Acta Cryst. A32 (1976) 751. Hin- und Rückreaktion des Ammoniaks sind im Modell stark beschleunigt.
- Aggregatzustände: Teilchen mit Morse-Potenzial (P. M. Morse, Phys. Rev. 34 (1929) 57), berechnet mit dem Velocity-Verlet-Verfahren und einem Berendsen-Thermostat (H. J. C. Berendsen u. a., J. Chem. Phys. 81 (1984) 3684). Siedetemperatur in Abhängigkeit vom Druck nach der Clausius-Clapeyron-Gleichung mit den Verdampfungsenthalpien 40,65 kJ/mol (Wasser) und 22,4 kJ/mol (Butan); Schmelz- und Siedetemperatur von Butan (−138 °C, −0,5 °C) als gerundete Tabellenwerte (CRC Handbook of Chemistry and Physics).
- Gemeinsame Teilchen-Engine: Die drei Seiten zu Säuren und Basen nutzen dieselbe Simulation (template/site/teilchen.js), die build.py in jede Seite kopiert.
- Autoprotolyse: Ionenprodukt des Wassers KW = 10−14 mol²/L² bei 25 °C; mittlere Zeit bis zur Ionisierung eines Wassermoleküls etwa 10 Stunden nach P. L. Geissler, C. Dellago, D. Chandler, J. Hutter, M. Parrinello, Science 291 (2001) 2121.
- Diffusion: Stoffebene als eindimensionale Diffusionsgleichung (Fick, 1855), Temperaturabhängigkeit nach der Stokes-Einstein-Beziehung D ∝ T/η (A. Einstein, 1905). Die Teilchen in den Lupen bewegen sich als gedämpfte Zufallsbewegung (Brownsche Bewegung, Langevin-Ansatz) mit elastischen Stößen.
Molekülbau
- Elektronenpaarabstoßung: Energien mit Psi4 (Methode MP2, Basis aug-cc-pVTZ), Bindungslängen bei jedem Winkel optimiert; Elektronenpaare als lokalisierte Orbitale nach S. F. Boys, Rev. Mod. Phys. 32 (1960) 296 (B3LYP/cc-pVTZ). Gemessene Winkel: NH₃ 106,7°, H₂O 104,5° (NIST CCCBDB). Skripte unter
scripts/vsepr.
- Zucker im Polarimeter: spezifische Drehungen bei 20 °C und 589 nm (Saccharose +66,5°, D-Glucose +52,7°, α-D-Glucose +112,2°, D-Fructose −92,4°), gerundet nach dem CRC Handbook of Chemistry and Physics; Gesetz von J.-B. Biot (1815); Halbschatten-Polarimeter nach Laurent. Halbwertszeit der Mutarotation als ungefährer Wert angenommen. Räumliche Strukturen mit RDKit (Kraftfeld MMFF), Stereozentren gegen die IUPAC-Namen geprüft; Skript unter
scripts/sugar.
- Drehen um C–C-Bindungen: Energien und Dipolmomente mit Psi4 (B3LYP, Basis def2-TZVP), Diederwinkel Cl–C–C–Cl (beim Dichlorethen auch H–C–C–H) in 10°-Schritten festgehalten, alles andere optimiert; verdrehtes Dichlorethen unbeschränkt (UKS). Drehungen pro Sekunde nach H. Eyring, J. Chem. Phys. 3 (1935) 107. Vergleichswert für die Drehung um die Doppelbindung in Ethen (etwa 270 kJ/mol): J. E. Douglas, B. S. Rabinovitch, F. S. Looney, J. Chem. Phys. 23 (1955) 315. Skripte unter
scripts/rotation.
- Van ’t Hoff: Isomere zählen: J. H. van ’t Hoff, „Voorstel tot uitbreiding der tegenwoordig in de scheikunde gebruikte structuurformules in de ruimte“ (Utrecht 1874); J. A. Le Bel, Bull. Soc. Chim. Paris 22 (1874) 337. Zur Geschichte auch der Wikipedia-Artikel „Jacobus Henricus van ’t Hoff“.
Wechselwirkungen und Wasser
- Elektronenwolken: Elektronendichte und elektrostatisches Potential, berechnet mit Psi4 (D. G. A. Smith et al., J. Chem. Phys. 152 (2020) 184108; Dichtefunktional B3LYP, Basis 6-31G(d)). Skripte im Projekt unter
scripts/esp.
- Moleküle im elektrischen Feld: Dipolmomente H₂O 1,85 D, NH₃ 1,47 D, HCl 1,08 D, gerundete Literaturwerte (CRC Handbook of Chemistry and Physics).
- London-Kräfte: Drude-Modell schwankender Elektronenwolken (nach P. Drude; London-Kraft nach F. London, Z. Phys. 63 (1930) 245). Polarisierbarkeiten, Teilchendurchmesser und Siedetemperaturen der Edelgase und Alkane: gerundete Literaturwerte (CRC Handbook of Chemistry and Physics).
- Wasser: Tropfen und Eis: zweidimensionales Mercedes-Benz-Wassermodell nach A. Ben-Naim, J. Chem. Phys. 54 (1971) 3682, und K. A. T. Silverstein, A. D. J. Haymet, K. A. Dill, J. Am. Chem. Soc. 120 (1998) 3166.
- Eis und Wasser in 3D: hexagonales Eis mit Gitterkonstanten a = 4,497 Å und c = 7,322 Å, Protonen nach den Eisregeln von J. D. Bernal und R. H. Fowler (J. Chem. Phys. 1 (1933) 515). Flüssiges Wasser aus einer Rechnung mit OpenMM (P. Eastman et al., PLoS Comput. Biol. 13 (2017) e1005659) und dem Wassermodell TIP4P-Ew (H. W. Horn et al., J. Chem. Phys. 120 (2004) 9665). Skripte unter
scripts/ice.
Schulbuch
- Die Aufgabenlisten beziehen sich auf Galvani Chemie 9 (Seitenzahlen, Aufgabennummern und Begriffe wie Energiestufe, Valenzelektronen und Edelgasregel). Texte und Abbildungen aus dem Buch sind nicht übernommen.
Schriften und Software
- Source Sans 3 (Paul D. Hunt, Adobe) unter der SIL Open Font License 1.1, in die Seiten eingebettet.
- Die Seiten benötigen keine externen Skripte, Schriften oder Anfragen.
- „Kaffee spendieren“ im Menü ist ein einfacher Link auf buymeacoffee.com, ohne eingebettetes Widget oder Tracking-Skript. Erst wer dem Link folgt, verlässt diese Seiten; dort gilt die Datenschutzerklärung von Buy Me a Coffee.
Konzept und Umsetzung
- Konzept, Didaktik und fachliche Prüfung: Dr. Sergio Vargas. Technische Umsetzung mit Unterstützung von Claude (Anthropic).
Mitmachen
- Fehler gefunden oder einen Wunsch? Melden Sie ihn bitte als „Issue“ im Projekt auf GitHub: github.com/SergioVargasRamirez/atoms/issues. Hilfreich sind die Seite, der Browser und eine kurze Beschreibung, was passiert ist und was Sie erwartet hätten.
- Ideen für neue Seiten aus dem eigenen Unterricht sind willkommen, ebenfalls als Issue.
- Selbst verbessern: Der Quellcode liegt offen auf GitHub. Änderungen können Sie als „Pull Request“ vorschlagen.
- Ohne GitHub-Konto geht es auch per E-Mail an info@biodatum.io.
Lizenz
- Die Seiten stehen unter CC BY-NC-SA 4.0: nicht kommerziell nutzen, weitergeben und bearbeiten mit Namensnennung und unter gleichen Bedingungen. Kommerzielle Nutzung nur mit gesonderter Lizenz.
- Zur Namensnennung gehört verbindlich der Verweis auf die Webseite: „Chemie-Werkzeuge für den Unterricht“, Dr. Sergio Vargas, biodatum.io, https://atoms.biodatum.io, Lizenz CC BY-NC-SA 4.0. Digital als Link, auf Papier als ausgeschriebene Adresse. Einzelheiten im Impressum.