Beobachten und deuten
- Wähle Wasser. Der Polarisator lässt nur senkrecht schwingendes Licht durch, der Analysator bei 0° nur waagrechtes: Der Schirm ist dunkel. Das ist der Nullpunkt.
- Wähle D-Glucose. Warum wird der Schirm hell? Vergleiche die Schwingungsrichtung vorher und nachher. Drehe den Analysator, bis der Schirm wieder dunkel ist: Der Winkel am Analysator ist der Drehwinkel α.
- Miss D-Glucose mit 10 g pro 100 mL im Rohr 1 dm und notiere den Drehwinkel. Verdopple dann die Konzentration, danach die Rohrlänge. Wie hängt der Drehwinkel davon ab?
- Schalte „Halbschatten“ ein und stelle auf gleich dunkle Hälften ein. Warum lässt sich der Winkel so genauer einstellen als mit „ganz dunkel“? Tipp: Unter dem Bild steht die Helligkeit in Prozent.
- Berechne die spezifische Drehung [α] = α ÷ (l · c), mit l in dm und c in g pro mL. Vergleiche sie für verschiedene Messungen desselben Stoffes.
- Miss L-Glucose. Schalte „Spiegelbild daneben“ ein und vergleiche D- und L-Glucose. Lassen sie sich durch Drehen zur Deckung bringen? Woran erkennst du D und L in der Fischer-Projektion?
- Miss das Racemat (D- und L-Glucose zu gleichen Teilen). Erkläre den Messwert.
- Miss D-Fructose und sieh dir ihre Fischer-Projektion an. Was sagt das „D“ über die Drehrichtung aus?
- Löse α-D-Glucose frisch und miss mehrmals im Abstand von einigen Minuten. Was beobachtest du (Mutarotation)?
Probe
Polarimeter
Molekül
Polarimeter
Drehe den Analysator, bis der Schirm dunkel ist (auch: im Bild ziehen). Die Striche zeigen, welche Schwingungsrichtung ein Filter durchlässt.
Molekül
Fischer-Projektion (offene Kettenform)
So liest man sie: Die Kohlenstoffkette steht senkrecht, das am stärksten oxidierte Ende oben. An jedem Kreuzungspunkt sitzt ein Kohlenstoffatom; waagrechte Bindungen zeigen zum Betrachter, senkrechte nach hinten. Über D oder L entscheidet das unterste Stereozentrum (farbig): OH rechts = D, OH links = L. In Wasser schließt sich die Kette zum Ring, wie im 3D-Modell.
Messprotokoll
| Nr. | Stoff | l | c | Zeit | Drehwinkel α (abgelesen) | [α] = α ÷ (l · c) | Literatur |
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| Noch nichts notiert. | |||||||